Über die Natur der DMT-Wesenheiten
und ihrer Beziehung zu uns
Ein Vortrag von Peter Meyer
gehalten am 23. September 2015 in Tyringham Hall, England,
unter der Schirmherrschaft des Tyringham Instituts[32]
als Teil eines Symposiums, veranstaltet von Anton Bilton
Aus dem Englischen von Klaus Scharff, Februar 2016
English Version

Dieser Artikel gibt den Vortrag wieder, der am 23.September gehalten wurde (geringfügig editiert) plus zahlreiche Zusatzbemerkungen, die im Januar und Februar 2016 hinzugefügt wurden. Links zu den Zusatzbemerkungen sind in {geschweiften Klammern} und Links zu den Referenzen sind in [eckigen Klammern]. Die Zusatzbemerkungen sind ziemlich umfangreich. Um den Überlegungen dieses Artikels zu folgen (und um Konfusion zu vermeiden) wird empfohlen, die Zusatzbemerkungen beim ersten Lesen zu übergehen und den Links zu ihnen erst dann zu folgen, wenn Sie den Artikel ein zweites Mal lesen.

 


 

Im Gegensatz zu den anderen Vortragenden hier bin ich kein bekannter Forscher oder Schriftsteller. Zum Thema DMT habe ich kaum etwas publiziert, mit Ausnahme eines Artikels, der 1992 im Journal Psychedelic Monographs and Essays, Bd.6, erschienen ist. Dieser Artikel hatte den Titel “Apparent Communication with Discarnate Entities Induced by Dimethyltryptamine”[1] und war die erste Publikation, in der detailliert ein Kontakt mit anscheinend intelligenten Wesen in einer scheinbar alternativen Realität beschrieben wurde. Und es wurden spekulative Gedanken über die Natur dieses Kontaktes geäußert, obwohl Terence McKenna schon in den frühen 80er Jahren sehr eloquent und öffentlich über dieses Thema gesprochen hatte. {5}

 

Wenn man eine hinreichende Dosis DMT raucht, dann wird etwas erfahren, was als eine Art von “Raum” erscheint, der von “Wesen” bewohnt wird, die den Beobachter anscheinend wahrnehmen und die irgendetwas kommunizieren wollen. Doch was kommuniziert wird ist in der Regel nicht klar. Ich habe diesen “Raum” DMT-Welt genannt, da er als Ort erscheint, der von vielen Beobachtern betreten werden kann. Die Berichte der Beobachter sind mehr oder weniger miteinander konsistent. Sie berichten in der Mehrheit, dass dieser “Raum” als eine alternative Realität wahrgenommen wird, als etwas, das völlig anders ist als unsere alltägliche Konsensus-Realität.

 

Ich möchte als Kriterium für “real” intersubjektive Verifizierbarkeit vorschlagen.[2] Wenn ein oder zwei Menschen behaupten solche Wesen erfahren zu haben, dann könnte man das als eine nur halluzinatorische Erfahrung abtun. Aber wenn ein paar hundert Menschen über solch eine Erfahrung berichten und diese Berichte, obwohl unabhängig voneinander, in seltsamer Weise auch noch ähnlich sind, dann kann man sie nicht so leicht abqualifizieren. Und tatsächlich haben ein paar hundert Menschen über Kontakte zu diesen Wesen berichtet, was auf einer meiner Webseiten mit dem Titel “340 DMT Trip Reports” dokumentiert ist.[16] Von diesen 340 Berichten (die meisten wurden 2005 zusammengestellt) beinhalten Zweidrittel (226) Hinweise auf anscheinend unabhängig existierenden Wesenheiten, d.h. als Wesen, die eine vom Beobachter unabhängige Existenz besitzen, ebenso wie wir annehmen, dass materielle Objekte und andere Menschen unabhängig von ihrer Wahrnehmung durch uns existieren.

 

Bis jetzt habe ich den Ausdruck “DMT-Welt” in einem phänomenologischen Sinn verwendet, d.h. die DMT-Welt ist das, was die meisten Menschen erfahren, wenn sie DMT rauchen. Meine Absicht in diesem Vortrag ist es, eine Annäherung an ein metaphysisches Bezugssystem zu erläutern, was ein Verständnis davon ermöglichen soll, was DMT-Wesen sind. Das geht über Phänomenologie hinaus und in die Ontologie hinein. Später werde ich von der DMT-Welt in einem eher ontologischen Sinn sprechen und es dann auch erklären.

 

Es ist nicht schwierig, die Bewohner der DMT-Welt zu beobachten, da man nur eine hinreichende Menge von DMT rauchen muss. Aber Berichte von diesen Beobachtungen machen gegenwärtig keinen Sinn für jemand, der die konventionelle materialistische Sichtweise der Realität akzeptiert, die uns versichert, dass die Realität nur aus materiellen Objekten und ihren Interaktionen im physikalischen Raum und in der Zeit besteht.

 

Materialismus ist ein enger Verwandter des “Physikalismus”, in dem nur die physikalische Welt real ist. Dabei bedeutet “physikalische Welt” zunächst die Gesamtheit aller Dinge, die wir mit unseren fünf Sinnen beobachten können, insbesondere Sehen und Tasten, vermittelt durch die Anwendung von Instrumenten. wie Mikroskop und Teleskop. Des Weiteren besteht sie aus den Objekten und Prozessen, deren Existenz wir aus unseren Beobachtungen ableiten können, z.B. Gene und Moleküle. {1}

 

Es ist klar, dass die physikalistische Realitätsauffassung nicht konsistent ist mit der Behauptung, dass die Beobachtung der DMT-Welt eine Beobachtung einer alternativen Realität ist, in der intelligente Wesen angetroffen werden können, die nicht als Objekte in der physikalischen Welt vorhanden sind. Jede Auffassung von Realität, die der DMT-Welt und den dort beobachteten Wesen eine reale Existenz zuspricht, bedeutet eine Verneinung dieser physikalistischen Auffassung, die uns ein vollständiges Verständnis von der Welt liefern möchte, in der wir leben.

 

Zudem hat die physikalistische Realitätsauffassung noch nicht einmal Platz für diese Beobachtungen selbst, da diese Beobachtungen auf bewusster Wahrnehmung basieren. Der physikalistische Ansatz hat entweder keinen Platz für Bewusstsein oder er nimmt an, dass Bewusstsein etwas ist, was automatisch aus der Aktivität der menschlichen Gehirne und möglicherweise anderer Tiere hervorgeht. Wie sich diese “Emergenz” ereignet, oder wie es überhaupt möglich ist, ist gegenwärtig ein Mysterium und von den Physikalisten haben wir nur die Beteuerung, dass man schließlich eine Erklärung finden wird.

 

In der westlichen philosophischen Tradition gibt es drei klassische Fragen: “Wer sind wir?”, “Woher kommen wir?” und “Warum sind wir hier?” Die Antworten, die durch die physikalistische Sichtweise gegeben werden, sind: Erstens, wir Menschen sind individuell komplexe metabolische Systeme; ultimativ zusammengesetzt aus Molekülen und Atomen. Wir haben die Fähigkeit entwickelt mit anderen metabolischen Systemen via Sprache zu interagieren, um soziale Gesellschaften auszubilden. Zweitens, wir sind das Resultat von Millionen von Jahren einer organischen Evolution, die aus natürlicher Selektion resultiert. Und drittens, diese Evolution wurde angetrieben durch physikalische Gesetze, deren Ursprung unbekannt ist, kombiniert mit zufälligen Ereignissen. Und es gibt keinen Grund oder Zweck dafür, dass wir hier sind.

 

Zu diesen drei klassischen philosophischen Fragen möchte ich alternative Antworten liefern, die einige Leute eher zufriedenstellen könnten als die Antworten, die entweder durch Physikalismus oder durch organisierte Religionen gegeben werden. {6} Ich werde auch eine Antwort auf die Frage “Kann ein Roboter bewusst sein?” vorschlagen. Diese Antworten besitzen eine metaphysische Natur und sie sind nicht als dogmatisch aufzufassen, sondern sie werden hier vorgebracht, um Ihnen weitere Betrachtungen zu ermöglichen.

 

Erstens, Wer sind wir?

 

Wir beginnen mit der Ontologie, die sich mit dem philosophischen Studium von dem befasst, was existiert oder was “real” ist.

 

Laut der metaphysischen Sichtweise, die hier präsentiert wird, ist die fundamentale Realität ein Urbewusstsein. Wir können es “Primordiale Bewusstheit” nennen, oder “Gottheit”. Es gibt nichts über oder jenseits der Primordialen Bewusstheit. Es kann jedoch bis zu einem gewissen Grad durch direkte Erfahrung erkannt werden, was man grob gesprochen als “mystische Erfahrung” bezeichnen kann. {12}

 

Es gibt nichts Anderes als die Primordiale Bewusstheit und es gibt nichts, das sie begrenzen könnte. Sie ist kreativ, erzeugt aber nichts, was außerhalb ihrer selbst ist. Alles was existiert, kommt von der Primordialen Bewusstheit. Das Bewusstsein aller bewussten Wesen stammt aus der Primordialen Bewusstheit. {19} {20}

 

Dass Bewusstsein fundamental ist, wurde von vielen Begründern der Quantenmechanik wie zum Beispiel Erwin Schrödinger und Max Planck geglaubt. Schrödinger wird das folgende Zitat nachgesagt: “Bewusstsein kann nicht in physikalischen Begriffen ausgedrückt werden. Denn Bewusstsein ist absolut fundamental. Es kann nicht in Begriffen von irgendetwas anderem ausgedrückt werden.”[3]

 

Jetzt tauchen wir in die Geschichte ein. In den Gedanken von Plotinus, Philosoph aus dem 3. Jahrhundert, wird die Primordiale Bewusstheit “Das Eine” genannt. Plotinus lehrte, dass aus dem Einen zwei weitere sogenannte Prinzipien, der “Geist” und die “Seele” hervorgegangen sind, was eine Dreiheit oder Triade ausmacht. {14}

 

Neoplatonische Lehren beeinflussten Origenes von Alexandria, der im 3. Jahrhundert die erste systematische christliche Theologie entwickelte. Sie beginnt mit dem Postulat einer typischen neoplatonischen, göttlichen und hierarchischen Triade. Aber an Stelle der neoplatonischen Namen “Nous”, “Logos”, usw., verwendete er “Vater”, “Christus” und “Heiliger Geist”.

 

Die Primordiale Bewusstheit ist unitär. Um seine möglichen Erfahrungen zu verstärken, schuf es aus sich selbst individuelle, spirituelle Intelligenzen, die fähig sind, sich in die Göttlichkeit der Primordialen Bewusstheit zu vertiefen, und die auch Beziehungen unter sich herstellen konnten. Einige dieser spirituellen Intelligenzen sind als Erzengel und Engel bekannt. Aus diesen, oder möglicherweise aus der Primordialen Bewusstheit, emanierten viele andere Bewusstseine. Die essentielle Natur all dieser Wesen ist die Primordiale Bewusstheit selbst, da nichts anderes als die Primordiale Bewusstheit existiert.

 

Origenes nannte die geringeren Bewusstseine “Logika”, was “rationale Naturen” oder “Seelen” bedeutet. Über diese Bewusstseine sagt er (laut der Internet Encyclopedia of Philosophy[4]):

 

Diese Seelen wurden ursprünglich in enger Nähe zu Gott erschaffen, mit der Absicht, dass sie die göttlichen Mysterien in einem Zustand endloser Kontemplation erforschen sollten. Jedoch wurden sie dieser intensiven Kontemplation überdrüssig, ihre Hingabe erlosch und sie fielen von Gott ab, in eine Existenz nach ihrem Willen, weg von der göttlichen Präsenz und der dort vorhandenen Weisheit. Es muss so verstanden werden, dass dieser Fall nicht das Resultat einer inhärenten Unvollkommenheit bei den Kreaturen Gottes war, sondern es war das Resultat der Fehlanwendung eines der größten Geschenke Gottes an seine Schöpfung, nämlich die Freiheit ... Indem sie von Gott abfielen, wurden sie mit Körpern versehen, zuerst von “einer feinen, ätherischen und unsichtbaren Natur”, aber später, als sich die Seelen noch weiter von Gott entfernten, veränderten sich ihre Körper “von einem feinen, ätherischen und unsichtbaren Körper in einen Körper mit einem groben und festeren Zustand. Die Reinheit und Subtilität des Körpers mit dem die Seele umhüllt ist, hängt von der moralischen Entwicklung und der Perfektion der Seele ab, die mit dem Körper verbunden ist. Origenes konstatierte, dass es auch variierende Grade der Subtilität unter dem himmlischen und spirituellen Körpern gibt.” {16}

 

Wir sollten Origenes Sprechweise von “Körpern” nicht in einem modernen materialistischen Sinn verstehen, der besagt, dass der Körper eine vollständig andere Natur besitzt als die Geist. Dies ist ein grundsätzlicher Irrtum, der im 17. Jahrhundert durch René Descartes in die moderne Philosophie eingeführt wurde. Die moderne Philosophie erholt sich gegenwärtig nur langsam von diesem grundsätzlichen Irrtum.

 

In seinem Werk De principiis[5] sagt Origenes, dass nur der Vater, Sohn und Heiliger Geist unkörperlich sind, das heißt ihnen fehlt der Körper. Alle “rationalen Naturen”, d.h. Seelen, haben Körper. Unter diesen Seelen sind Engel, Menschen und ein oder mehrere Typen von Seelen, die eine mittlere Position besitzen. {8} Ein Seelentyp sind die DMT-Wesen. Daher haben die DMT-Wesen Körper, ähnlich wie Engel und Menschen. Ihre Körper sind für jeden sichtbar, der sich in die DMT-Welt vorwagt.

 

William Blake sagt in seinem Buch Hochzeit von Himmel und Hölle:

 

Der Mensch hat keinen von seiner Seele getrennten Körper. Denn was der Körper genannt wird, ist nur ein Teil der Seele, der von den fünf Sinnen wahrgenommen wird, den Hauptzugängen der Seele innerhalb der Zeitlichkeit.

Dies ist eine wichtige Einsicht und führt dazu, dass der Begriff “Körper”, wie er von allen Seelen auf welcher Stufe auch immer erfahren wird, eine duale Bedeutung hat. Erstens ist es der Körper, der von der Seele erfahren wird und zweitens gibt es etwas, dass nicht direkt von der Seele gewusst wird, das außerhalb der Seele liegt, aber immer noch Teil der Primordialen Bewusstheit ist, der über die Erfahrung der Seele informiert. {9}

 

Daher lautet die Antwort auf die erste klassische philosophische Frage, “Wer sind wir?”, dass wir und auch die DMT-Wesen unter den Seelen sind, die Origenes in seiner Kosmologie beschreibt. {22}

 

Wir kommen nun zur zweiten Frage: “Woher kommen wir?”

 

Diese Frage wurde teilweise durch die Antwort auf die erste Frage beantwortet, da wir Seelen sind, die durch die kreative Aktivität der Primordialen Bewusstheit oder durch eines der Prinzipien hervorgebracht wurden. Aber hier gibt es eine spezifischere Antwort, was unser Verhältnis zu den DMT-Wesen betrifft.

 

In meinem 1993 publizierten Artikel “Apparent Communication with Discarnate Entities” habe ich acht mögliche Interpretationen der DMT-Erfahrungen vorgeschlagen. Eine davon ist:

 

Das Reich, zu dem DMT Zugang vermittelt, ist die Welt der Toten. Die Wesen, die erfahren werden, sind die Seelen oder Personalitäten der Verstorbenen, die eine Art von Leben behalten und auch die Fähigkeit zur Kommunikation. Das Reich der Toten, im Allgemeinen von nicht-westlichen Kulturen und Gesellschaften akzeptiert, ist nun durch die Anwendung von DMT erreichbar.[6]

 

Ich habe diese Idee in einem Abschnitt meines Artikels mit dem Titel “DMT and the death state” ausgearbeitet.

 

Wer sind wir und wie sind wir hergekommen? Es ist klar, dass wir Persönlichkeiten sind, die sich in Verbindung mit unseren Körpern entwickeln. Aber sind wir Persönlichkeit, die ihren Ursprung in der Entwicklung unserer Körper haben? Oder sind wir hyperräumliche Wesen, die zu dem Zweck mit Körpern verbunden wurden, um in dem aktiv zu werden, was für uns als gewöhnliche Welt erscheint.[7]

 

Ich möchte diese Idee nun dahingehend ausweiten, dass wir Menschen als hyperräumliche Wesen hervorgehen. Insbesondere schlage ich vor, dass jeder von uns Menschen, bevor wir in dieser Naturwelt inkarnierten, Wesen der DMT-Welt waren. Und dass sich der Übergang von der DMT-Welt in die Naturwelt während der fötalen Entwicklung vollzieht.

 

Ein sehr wichtiger Artikel über DMT wurde 2012 von Andrew Gallimore geschrieben, mit dem Titel “Building Alien Worlds”.[8] Das Konzept building a world (Das Bauen einer Welt) stammt aus der aktuellen Neurowissenschaft, deren meisten Vertreter annehmen, dass Bewusstsein irgendwie durch die Aktivität des Gehirns produziert wird. Einer der führenden Verfechter dieser Ansicht ist der deutsche Philosoph Thomas Metzinger. In seinem Buch Der Ego-Tunnel[9] spricht Metzinger von dem sogenannten “neuralen Korrelat des Bewusstseins” und definiert dies als “die Menge von neurofunktionalen Eigenschaften Ihres Gehirns, die ausreichen, um eine bewusste Erfahrung hervorzurufen.” Angeblich liegt Gehirnaktivität dem Bewusstsein zugrunde, aber kein Philosoph oder Neurowissenschaftler kann erklären, wie Bewusstsein durch etwas erzeugt werden kann, was im Wesentlichen ein System von verknüpften biochemischen Prozessen ist, die sich im physikalischen Raum und in der Zeit ereignen.

 

Die orthodoxe wissenschaftliche Theorie des Bewusstseins nimmt an, dass ein Mensch ein Organismus ist, im physikalischen Raum existiert und ein physikalisches Gehirn besitzt, das hauptsächlich aus Neuronen besteht, deren Aktivität beobachtbar und messbar ist. Solch eine Beobachtung setzt aber selbst Bewusstsein voraus, eine Tatsache, die Anhänger der orthodoxen Theorie gewöhnlich ignorieren. Thomas Metzinger betrachtet das Problem, wie man die Erscheinung einer einzigartigen und einheitlichen Welt einem “Selbst” erklären kann, das anscheinend in einem gegenwärtigen Moment dieser Welt existiert. Die Erklärung, die er gibt, wird natürlich in Begriffen der Gehirnaktivität geliefert. Angeblich konstruiert das Gehirn ein Modell einer Welt, einer Welt die Qualitäten von Raum und Zeit besitzt und in der vielfältige Objekte vorhanden sind, die stabile Eigenschaften besitzen. Diese Konstruktion wird “Das Bauen einer Welt” genannt und wenn das Gehirn eine Welt baut, dann ist das Bewusstsein, laut der orthodoxen Theorie, irgendwie ein automatisches Resultat. Dies anzunehmen erfordert einen Akt des Glaubens.

 

Indes scheint diese Behauptung auf der Fehleinschätzung zu beruhen, deutlich zwischen Repräsentation und Erscheinung zu unterscheiden. Zum Beispiel besitzt das Navigationsinstrument in einem Auto eine Repräsentation einer Welt, die aus Straßen, ihren geographischen Beziehungen, Verkehrsregeln und der gegenwärtigen Position und der Geschwindigkeit des Autos besteht. Aber diese Welt, die so dargestellt wird, erscheint nicht in diesem Navigationsinstrument. Eine Erscheinung muss eine Erscheinung für ein bewusstes Wesen sein. Wenn daher Metzinger versucht das Erscheinen einer Welt für Menschen in Begriffen eines komplexen, im Gehirn konstruierten Modells zu erklären, indem er das Wort “Erscheinen” verwendet, dann fügt er heimlich die Annahme ein, dass die im Gehirn gebaute Welt eine Welt ist, die einem bewussten Wesen erscheint. Oder kurz gesagt, “Das Bauen einer Welt” ist nicht dasselbe wie “Das Bauen einer phänomenalen Welt”. {10}

 

Jedoch liefert uns das Konzept “Das Bauen einer Welt” eine hilfreiche Einsicht in das, was eine “Welt” ist. Sie ist nämlich die Gesamtheit der Erscheinungen einer Welt für eine Gemeinschaft von bewussten Wesen (oder Seelen).

 

Die Konsensuswelt, von der wir glauben, dass wir in ihr leben, ist die Gesamtheit aller Erscheinungen für Menschen einer Welt. In ähnlicher Weise ist die DMT-Welt die Gesamtheit aller Erscheinungen für DMT-Wesen einer Welt. Offensichtlich, da wir nicht sie sind, ist ihre Welt nicht dieselbe wie unsere Welt.

Es ist zu beachten, dass wir nun eine “ontologischere” Definition der "DMT-Welt” haben, zusätzlich zu dem phänomenologischen Konzept, mit dem wir angefangen haben: die DMT-Welt ist die Gesamtheit aller Erscheinungen von einer Welt für die DMT-Wesen.

 

In seinem Artikel “Building Alien Worlds”[10] diskutiert Andrew die Neurotransmitter Serotonin und DMT, die sogenannte Neuromodulatoren sind, da sie die neurale Aktivität in einer umfassenden Weise verändern.

 

Die Zusammenfassung des Artikels von Andrew sagt u.a.:

 

Man kann behaupten, dass die Fähigkeit die Welt zu konstruieren, wie sie dem Bewusstsein erscheint, eine der bemerkenswertesten Eigenschaften des menschlichen Gehirns ist. Das Gehirn ist in der Lage während des Wachzustands Welten zu bauen, aber auch bei der kompletten Abwesenheit extrinsischer Sinnesdaten, ganz durch intrinsische thalamokortikaler Aktivität, wie während des Träumens ... Bei der Betrachtung dieses einzigartigen Moleküls [DMT] als gleichwertig wie Serotonin … könnten die Effekte des DMT erklärt werden. Serotonin hat sich entwickelt um das thalamokortikale System des Gehirns in einem Zustand zu halten, in dem die Konsensuswelt gebaut wird. Wenn Serotonin durch DMT ersetzt wird, verschiebt sich das thalamokortikale System in einen gleichwertigen Zustand, aber ein Zustand, in dem anscheinend eine fremde Welt gebaut wird.

 

Ich glaube, dass diese Idee einen sehr wichtigen Beitrag zu unserem Verständnis der DMT-Welt liefert. Doch ich behaupte, dass das, was im Rest der Zusammenfassung festgestellt wird, nämlich dass DMT “ein anzestraler Neuromodulator” ist, nicht korrekt ist. Andrew sagt:

 

DMT ist ein anzestraler Neuromodulator, das heißt, ein Neuromodulator, der an irgendeinem Punkt unserer evolutionären Vergangenheit durch das Gehirn in psychedelischen Konzentrationen sekretiert wird ... aber in der Folgezeit verloren wurde … In dieser “anzestralen” Periode würde das Gehirn sowohl Serotonin als auch DMT produziert haben, obwohl wahrscheinlich nicht zur gleichen Zeit. Die Evolution der Fähigkeiten des Gehirns mit Hilfe der Modulation von Serotonin die Konsensuswelt zu bauen, wurde durch extrinsische Sinnesdaten aus der Konsensuswelt angetrieben. Doch das Gehirn war periodisch in der Lage, von der überwiegenden Sekretierung von Serotonin zur Sekretierung von DMT zu wechseln. ... Das thalamokortikale System entwickelte eine Fähigkeit die “Konsensuswelt” zu bauen, als Serotonin vorhanden war und die “fremde Welt”, als DMT vorhanden war. ... Das Gehirn vollzog eine parallele neurale Evolution, in der zwei ganz verschiedene Fähigkeiten zum Bauen einer Welt entwickelt wurden.

 

Es soll hier herausgestellt werden, dass Andrew die folgende Behauptung aufstellt: Die Fähigkeit des Gehirns die Konsensuswelt zu bauen und die Fähigkeit die DMT-Welt zu bauen haben sich gleichzeitig entwickelt. Andrew fährt dann fort:

 

Um möglicherweise die menschliche Spezies fester in die Konsensuswelt zu einzubinden, ging die Fähigkeit DMT zu sekretieren allmählich verloren und nur Serotonin blieb noch erhalten. Als Konsequenz ging alles Wissen über die andere Realität schließlich verloren.

 

Ich gebe nun meine Begründung dafür, warum ich denke, dass dies nicht korrekt ist. Folgt man der allgemein anerkannten Meinung über die organische Evolution, dann haben sich neue Merkmale in den Spezies ausgebildet, um die Überlebenschancen bis in das Reproduktionsalter der Mitglieder der Spezies verbessern. Offensichtlich ist die Fähigkeit des Gehirns einer Säugetierart eine Welt zu bauen, um in ihr zu leben, d.h. eine Welt in der sie agiert, Nahrung aufnimmt und sich reproduziert, etwas, das sowohl für das Individuum als auch für die Art von Wert ist. Auf diese Weise können wir die Evolution der Konsensuswelt verstehen – die Aufbaufähigkeiten des Gehirns werden von extrinsischen Sinnesdaten aus der Naturwelt angetrieben. Andrew beschreibt dies gut in seinem 2014 publizierten Artikel “DMT and the Topology of Reality”[11], in dem er sagt:

 

Wenn Muster von Sinnesdaten aus der Umwelt gesammelt werden, aktivieren sie spezifische Kolonnenpopulationen und die Verknüpfungen zwischen ihnen werden verstärkt, während andere geschwächt werden können. Über die Zeit werden die Musterverknüpfungen ausgewählt, die stärker an das Überleben angepasst sind (d.h. dass sie nützliche Modelle von Welten generieren) und das Gehirn entwickelt allmählich die Fähigkeit, eine stabile, vorhersagbare Welt, und äußerst wichtig, ein adaptives Modell der Welt zu erzeugen.

 

Jedoch ist nicht klar, warum die Evolution des Gehirns eine zweite und alternative Fähigkeit zum Bau einer Welt haben sollte, und ganz besonders, warum die Evolution eines Gehirns, das fähig ist eine Welt der DMT-Wesen aufzubauen, für unsere Vorfahren im Kampf ums Überleben irgendeinen Wert haben sollte. Was unsere Vorfahren benötigten, war ein Weg, um die Naturwelt zu repräsentieren, so dass sie Hinweise auf Nahrung, Paarung und Warnung vor Gefahren geben konnte, wie z.B. einer Wahrnehmung von ... großem Tier mit Zähnen, das sich von links nähert. Reisende in die DMT-Welt können nichts finden, was ihnen unmittelbar Informationen über ihre Situation in der Naturwelt vermittelt und tatsächlich könnten sie die Wahrnehmung ihres Körpers völlig verlieren. Daher erscheint es zweifelhaft, dass die Fähigkeit des menschlichen Gehirns eine DMT-Welt zu bauen als Endergebnis einen Wert für das Überleben besitzt.

 

Daher schlage ich eine alternative Sichtweise vor, warum diese Fähigkeit im menschlichen Gehirn existiert, was ich jetzt erklären werde. Hier kehre ich in einen "metaphysischen" Modus zurück, da ich von etwas spreche, das nicht durch Beobachtung bekannt ist. Aber es wird als ein Teil des metaphysischen Rahmens vorgebracht, den ich vorgeschlagen habe, um zu verstehen was DMT-Wesen sind.

 

Ich meine, dass ein intelligentes Wesen in der DMT-Welt, das in dem weiter oben diskutierten Sinn und in Verbindung mit der Kosmologie des Origenes eine “Seele” ist, in einem menschlichen Körper geboren werden kann. Und dass die meisten von uns wirklich Seelen waren, die einst die DMT-Welt bewohnt haben und auf diese Weise inkarniert wurden. {7} Um diese Idee weiter zu untersuchen, sollten wir zuerst überlegen, wie sich das Gehirn des Fötus während seiner Zeit im Mutterschoß entwickelt.

 

Wissenschaftler, die diese Entwicklung studiert haben, haben einen erstaunlich komplexen Prozess entdeckt, in dem sich Zellen des primitive Ektoderms in Zellen differenzieren, migrieren und Pfade für die Migration anderer Zellen ausformen, die später ankommen und zu Neuronen werden. Dieser Prozess wird gut in dem Artikel “Embryological Development of the Human Brain”[12] des amerikanischen Professors für Neurobiologie Dr. Arnold Scheibel beschrieben. Er sagt:

 

Ein anderer merkwürdiger Mechanismus, an dem die kortikale Entwicklung beteiligt scheint, ist das Stratagem der sich zeitweilig entwickelnden Verknüpfungen oder das Festhalten der Muster für eingehende, kortexgebunde Fasern, bis die eigentliche Zielzellen für sie verfügbar sind. Eine große Anzahl von signifikanten Verknüpfungsfasern aus Strukturen unter dem zerebalen Kortex, besonders im Thalamus, fangen im primitiven Kortex an zu wachsen … bevor die Nervenzellen befähigt wurden in ihre eigentlichen Schichten zu wandern, um sie aufzunehmen. Ohne Zielzellen, würden sich solche Fasern abwenden und verkümmern. Um dies zu vermeiden, werden Gruppen von speziellen Köderzellen in Position gebracht, bevor die Hauptmigration beginnt. ... Die ausgearbeitete Ansammlung von Neuronen, ihre dendritischen Zweige, und ihre projektiven Axionen, kommunizieren mittels einer Myriade von Verknüpfungen, bekannt als Synapsen. … Zehntausende von Synapsen könnten die Dendriten und die Oberfläche des Zellkörpers eines einzigen Neurons bedecken. ... Der Prozess der synaptischen Formation beginnt wahrscheinlich in der Mitte oder spät im zweiten Trimester ...

 

Ich zitiere diese Passage teilweise, um die Tatsache zu illustrieren, dass der Entwicklung des fötalen Gehirns höchst komplexe Prozesse zu Grunde liegen, aber auch um deutlich zu machen, dass ungefähr im 2.Trimester das fötale Gehirn hinreichend organisiert und komplex genug ist, so dass ein thalamokortikales System entstehen kann. Wenn man Andrew glauben kann, dann ist zu diesem Zeitpunkt das fötale Gehirn in der Lage eine Welt zu bauen. Ich behaupte, dass das so ist und das die Welt die der Fötus baut die DMT-Welt ist. Ich behaupte auch, dass der Fötus sich über diese Welt bewusst ist, was für den Rest seiner Zeit im Mutterschoß so bleibt und auch noch für einige beträchtliche Zeit nach der Geburt.

 

Dass Menschen einst bewusste Wesen in der DMT-Welt gewesen sind, erklärt die Tatsache, dass viele Reisende in die DMT-Welt eine Gefühl der Vertrautheit mit ihr spüren. Sie fühlen, dass sie schon einmal dort gewesen sind und es erscheint manchmal so, als ob die DMT-Wesen in ihrer Heimat willkommen heißen.

 

Dies führt zu einem Problem. Das DMT-Wesen ist sich darüber bewusst in der DMT-Welt zu sein. Nach dem 2.Trimester ist der Fötus sich auch darüber bewusst, in der DMT-Welt zu sein, da diese Welt durch das thalamokortikale System des fötalen Gehirns vorwiegend mit DMT als Neuromodulator aufgebaut wird. Wie vollzieht sich der Übergang des Bewusstseins? In anderen Worten, wann und wie wird das Bewusstsein des DMT-Wesens zum Bewusstsein des Fötus?

 

Die Antwort ist, wie zuvor gesagt, dass DMT-Wesen ebenso wie Menschen Körper haben, obwohl sich ihre Körper von den unseren unterscheiden. Das Gehirn des DMT-Wesen baut die DMT-Welt, die es erfährt, genau wie der Fötus nach der Geburt schließlich die Konsensusrealität bauen wird, die seine vorherrschende Erfahrung sein wird. Das Bewusstsein des DMT-Wesens wird zum Bewusstsein des Fötus und schließlich zum Bewusstsein für das daraus resultierende menschliche Wesen, durch einen Übergang des Weltaufbaus im Gehirn des DMT-Wesens zum Weltaufbau im Gehirn des Fötus. In jedem Fall wird die gleiche Welt gebaut, so dass der Übergang des Bewusstseins des DMT-Wesens zu der des Fötus kein großer Sprung ist. {17}

 

Entsprechend der Sichtweise, die ich hier vorschlage, tritt die Fähigkeit des menschlichen fötalen Gehirns die DMT-Welt zu bauen vor der Fähigkeit auf, die Konsensuswelt zu bauen. Die Erstere ereignet sich vor der Geburt und die andere nur nach der Geburt. Während des ersten Jahrs im Leben des Säuglings und als Antwort auf den Input der Sinnesorgane ersetzt Serotonin DMT als dominanter Neuromodulator, und die Fähigkeit die Konsensuswelt aufzubauen entwickelt sich allmählich unter seinem Einfluss.

 

Die Auffassung, die ich hier entwickelt habe, ist natürlich völlig konträr zu der jener physikalistischen Philosophen, die zusammen mit Thomas Metzinger behaupten, dass “das Bewusstsein ein Teil des physikalischen Universums” ist, und dass neurale Aktivität von einer hinreichend komplexen Art automatisch Bewusstsein erzeugt. In seinem Buch Der Ego-Tunnel [13] schreibt Metzinger:

 

Man kann den Egotunnel auch als eine komplexe Eigenschaft des globalen neuralen Korrelats des Bewusstseins betrachten ... was die Menge neurofunktionaler Eigenschaften in Ihrem Gehirn ist, die ausreicht, um ein bewusstes Erlebnis hervorzubringen.

 

Aber weder Metzinger noch irgendein anderer physikalistischer Philosoph kann erklären, wie neurale Aktivität eine bewusste Erfahrung “hervorbringen” kann. Sie nehmen an, dass sich dies “bloß ereignet” und setzen implizit voraus, dass ein Wunder stattfindet. Sie haben für diesen Sachverhalt keine Erklärung und so übernehmen sie diese Annahme unkritisch als einen Artikel des Glaubens. {2} {3}

 

Das Wissen der Neurowissenschaftler über das Gehirn hängt von zwei Dingen ab. Erstens, Wahrnehmung des Gehirns und Wahrnehmung der Zeiger und digitalen Ablesungen, die von den Instrumenten geliefert werden, die Neurowissenschaftler verwenden, um Gehirnaktivität zu studieren. Zweitens, das Nachdenken über diese Informationen und insbesondere die Formulierung überprüfbarer Hypothesen, um diese Beobachtungen in Begriffen einer Theorie über Gehirnaktivität verständlich zu machen. Beide Dinge, dieses Wahrnehmen und dieses Nachdenken sind bewusste Aktivitäten. Sie erzeugen kein Wissen des Gehirns wie es in sich selbst ist, sondern sie erlauben Neurowissenschaftlern ein detailliertes Modell des Gehirns zu konstruieren, eines das z.B. feststellt, wie ein kortikothalamisches System funktioniert, um fähig zu sein “eine Welt zu bauen”.

 

Wenn daher ein Philosoph fragt, was die Beziehung zwischen Bewusstsein und neuraler Aktivität ist, dann fragt er tatsächlich was die Beziehung zwischen Bewusstsein und einem intellektuellen Modell ist, in diesem Fall einen Modell von der Aktivität des Gehirns. Aber sein intellektuelles Modell ist Teil seines eigenen Bewusstseins. Diejenigen Philosophen, die versichern, dass Bewusstsein ein Produkt der neuralen Aktivität ist, behaupten daher, dass Bewusstsein ein Produkt von etwas ist, was nur entstehen kann und was nur existiert als ein Inhalt des Bewusstseins. Daher versuchen sie das Ganze in Begriffen eines Teils des Ganzen zu erklären, was absurd ist.

 

Wir können nun die Tiefe des bereits zitierten Blakeschen Aphorimus noch besser würdigen:

 

Der Mensch hat keinen von seiner Seele getrennten Körper. Denn was der Körper genannt wird, ist nur ein Teil der Seele, der von den fünf Sinnen wahrgenommen wird, den Hauptzugängen der Seele innerhalb der Zeitlichkeit.

Dies ist eine der klarsten Feststellungen, die man erhalten kann, dass das was Materialisten sich als einen Körper vorstellen ein fiktives Konstrukt ist. Dies wird von Erfahrungen erzeugt, die hauptsächlich durch unsere Sinne für Sehen, Hören und Berühren gegeben sind. Es gibt kein Körper-Geist-Problem, da das Problem eine Trennung zwischen Geist und Körper voraussetzt, wohingegen der Körper tatsächlich ein Teil des Geistes ist.

Wir können uns jedoch noch fragen, warum es beobachtbare Korrelationen zwischen Bewusstsein und neuraler Aktivität gibt. Die kurze Antwort ist, dass wir keine Antwort haben, weil wir nicht wissen was das Gehirn wirklich ist, ebenso wie wir nicht wissen, was ein wahrnehmbares Objekt wirklich ist. Wenn wir einen Tisch sehen, glauben wir zu wissen, was er ist, nämlich, Stücke von Holz, die zusammengefügt wurden, mit dem Holz, das aus Fasern zusammengesetzt ist, die aus Atomen bestehen und diese wiederum aus subatomaren Partikeln. Aber wie uns die Quantenphysiker jetzt mitteilen, verschwinden diese subatomaren Partikel in mathematischen Abstraktionen, wenn wir sie untersuchen. Daher wissen wir nicht, was ein Tisch wirklich ist. Die Naturwelt, wie sie uns erscheint ist gerade das, eine Erscheinung und gegenwärtig haben wir keine Idee, was sie an sich ist. Und tatsächlich könnte es keinen Sinn machen zu fragen, was sie “an sich” ist. Daher können wir, obwohl wir Gehirnaktivität studieren und, wie es die Neurowissenschaftler sagen “die neuralen Korrelate des Bewusstseins”, niemals eine Ursache für das Bewusstsein finden.

 

Wie allgemein bekannt ist, hat der Philosoph Immanuel Kant im 18. Jahrhundert einen Unterschied gemacht zwischen der phänomenalen Welt, der Welt der Erscheinungen und der noumenalen Welt, der Welt der Dinge an sich. Andrew Gallimore verwendet diese Unterscheidung in dem 2014 publizierten Artikel “DMT and the Topology of Reality”[14]. Er sagt:

 

Die einzige Welt, die wir jemals erfahren können ist die phänomenale Welt – die Welt, die im Bewusstsein erscheint. Soweit wir wissen erhebt sich die phänomenale Welt niemals um die noumenale Welt zu berühren … Konsensusrealität ist vielmehr eine funktionale Realität, ein phänomenales Realitätsmodell, das sich im Gehirn entwickelt hat, um sein Überleben in der noumenalen Welt zu ermöglichen.

 

Ich stimme dieser Aussage zu, ausgenommen die Bezugnahme auf die “noumenale Welt”, die offensichtlich so gemeint ist, dass man sie irgendwie als Welt versteht, die “jenseits der Erscheinungen” ist und die mit der Naturwelt “an sich” gleichgesetzt wird. Jedoch ist eine “Welt” nicht etwas, was unabhängig von Beobachtern ist und in der Beobachter existieren. Stattdessen ist eine Welt eine Gesamtheit von Erscheinungen einer Welt für Beobachter jener Welt. Es gibt keine Welt, die etwas “jenseits der Erscheinungen” ist. {15} Was auch immer unsere Sinne informiert, Andrew nennt es “extrinsische Sinnesdaten”, und ich behaupte, es stammt letztlich von der kreativen Macht der Primordialen Bewusstheit, und kann von uns nicht direkt gewusst werden. Alles was wir tun können, ist konzeptuelle Modelle von Teilen davon zu bauen. So ist es mit jeder Welt, die Welt der DMT-Wesen eingeschlossen (es sei denn, dass sie ein besseres Verständnis davon haben könnten als
wir es haben).

 

Nun kommen wir zur Frage “Kann ein Roboter bewusst sein?”

 

Diese Frage ist sehr relevant für die Entwicklung der gegenwärtigen Gesellschaft, weil einige Leute, besonders diejenigen, die im Feld der Robotik arbeiten, behaupten, dass es nur eine Sache von wenigen Dekaden ist, bis wir Roboter haben die selbstbewusst sind, ebenso wie es die Menschen sind.

 

Designer planen Roboter, die sich wie Menschen verhalten sollen. Dabei ist das Ziel der Designer, den Roboter mit einem Modell von Realität auszustatten, das so weit wie möglich dem Modell der Konsensusrealität gleicht, das erwachsene Menschen mittels der weltaufbauenden Fähigkeit ihrer Gehirne besitzen. Dieses Modell ist ein Modell einer Welt in Zeit und im dreidimensionalen Raum, die dauerhafte Objekte und ihre gegenseitigen räumlichen Beziehungen enthält; eines dieser Objekte ist der Roboter selbst – oder vielmehr die Repräsentation des Roboters von sich selbst innerhalb des Modells.

 

Die Roboterdesigner könnten dabei Erfolg haben. Aber das bedeutet nicht, dass solch ein Roboter selbstbewusst ist. Philosophen wie Thomas Metzinger nehmen an, dass ein Roboter, der solch ein Modell besitzt irgendwie automatisch bewusst ist, eine Annahme, die in keiner Weise gerechtfertigt ist.

 

Wie oben festgestellt, ist ein Mensch bewusst, weil das Bewusstsein eines DMT-Wesens auf der fötalen Stufe im Mutterschoß in das Bewusstsein des Fötus transferiert wurde. Diese Übertragung wurde möglich gemacht durch eine Verschmelzung der Weltbildung im Gehirn des DMT-Wesens mit der Weltbildung im Gehirn des Fötus, denn die Welt ist in beiden Fällen die gleiche, die DMT-Welt. Menschen sind bewusste Wesen, weil das fötales Gehirn die Fähigkeit erworben hat, die DMT-Welt zu bauen, was dem Bewusstsein eines DMT-Wesens erlaubt zum Bewusstsein des Fötus zu werden und schließlich auch zum Bewusstsein des menschlichen Wesens, das sich aus dem Fötus entwickelt.

 

Aber Roboterdesigner, auch wenn sie von der DMT-Welt wissen, haben keinen Weg, einen Roboter mit der Fähigkeit zu versorgen eine Welt zu bauen. Daher gibt es keinen Weg für das Bewusstsein eines DMT-Wesens das Bewusstsein eines Roboters zu werden, und daher kann ein Roboter niemals bewusst werden.

 

Jedoch schließt dies nicht die Möglichkeit aus, dass ein Roboter für Menschen so erscheinen könnte, als ob er bewusst wäre. Roboterdesigner könnten bei der Erzeugung von Robotern, die das menschliche Verhalten kopieren, ihr linguistisches Verhalten eingeschlossen, so erfolgreich sein, dass leichtgläubige Menschen glauben werden, dass diese Roboter bewusst sind. In nicht allzu ferner Zeit könnten wir eine Gesellschaft haben, in der die meisten Menschen glauben, sie interagieren sozial mit Robotern, die bewusst sind. Und sie werden ihnen daher natürlich die Würde und Rechte geben, die wir selbstverständlich den Menschen zuschreiben, obwohl es keine Spur von Bewusstsein in diesen Robotern gibt. {11}

 

Zuletzt kommen wir zur klassischen philosophischen Frage “Warum sind wir hier?”

 

Es gibt einen Grund für DMT-Wesen als menschliches Wesen inkarniert zu werden: Aus der fundamentalen Realität, d.h. aus der Primordialen Bewusstheit entstammen multiple Welten. Zur Erinnerung, eine Welt ist eine Gesamtheit von Erscheinungen einer Welt für eine Gemeinschaft von Seelen. Die Seelengemeinschaften, die aus der Primordialen Bewusstheit hervorgehen und ebenso ihre Welten, sind viele und verschiedene. Eine dieser Welten ist die DMT-Welt und es könnte viele andere Welten geben. In diesen Welten sind viele Seelen in Aktivitäten engagiert, wovon wir gegenwärtig fast nichts wissen. Diese Welten formen eine spirituelle Hierarchie. Diejenigen Individuen einer Welt oder einer Stufe, die der Primordialen Bewusstheit näher stehen, besitzen ein größeres spirituelles Bewusstsein.

 

Viele Wesen in diesen Welten streben danach, höhere spirituelle Bewusstheit zu erlangen. Jedoch kann ein Fortschritt hin zu einer höheren Welt nicht durch den Willen gemacht werden (sonst wären die meisten Wesen aus den unteren Welten schon in die höheren Welten gewandert). Dieser Aufstieg kann nur auf der Basis von Verdienst erreicht werden, d.h. man muss sich als würdig erweisen, was die eigene ethische und intellektuelle Natur betrifft. Und der beste und möglicherweise einzige Weg dies zu erreichen ist ein Abstieg in die Naturwelt, in der wir Menschen leben. Sie können im Lauf von Dekaden unserer Zeit ihr Verständnis der Hierarchie der spirituellen Welten vertiefen und – äußerst wichtig – ein größeres moralisches Bewusstsein erwerben als das, mit dem sie angekommen sind, und es in ihrem Leben und ihren Handlungen gegenüber anderen Menschen und allen lebenden Wesen demonstrieren.

 

Laut dieser Auffassung gibt es das Böse in unserer Welt, weil es nur in einer Welt in der das Böse existiert, möglich ist das Böse abzulehnen und danach zu streben Gutes zu tun, wodurch wir den Verdienst erwerben (oder hinzufügen) der notwendig ist, um sich nach dem Tod für eine höhere Welt zu qualifizieren. {4}

 

Eine ähnliche Auffassung wurde durch den frühen Kirchenvater Irenäus im 2. Jahrhundert als eine Lösung des sogenannten “Problem des Bösen” vorgestellt. Das Problem war zu erklären, wie ein Schöpfer der Welt, der allmächtig, allwissend und allgütig ist, erlauben konnte, dass das Böse existiert. Irenäus lehrte, das Gott eine Welt geschaffen hat, in der Menschen gezwungen sein würden, zwischen guten und bösen Handlungen zu wählen, und dass sie nur auf diese Weise in einem moralischen Sinn reifen konnten. Eine ähnliche aber komplexere Lehre wurde von seinem Nachfolger Origenes gelehrt, der, wie schon erwähnt, die Ansicht vertrat, dass Gott anfänglich eine große Anzahl von spirituellen Intelligenzen erschuf. Einige davon, die sich bei der Kontemplation der Göttlichkeit langweilten, wurden in unserer Welt geboren. Dies ist nach Origenes eine Stufe in einem kosmischen Prozess der Erlösung, in dem die gefallenen Seelen schließlich ihre ursprüngliche Nähe zu Gott wieder erlangen werden. {18}

 

Wenn ein Mensch stirbt, dann wird sein Bewusstsein aus der begrenzten Wahrnehmung eines inkarnierten Wesens befreit. Wenn dieser Mensch vor seiner Inkarnation ein Wesen in der DMT-Welt gewesen ist, dann wird ihm, wenn sich der Tod nähert, die DMT-Welt wieder bewusst und er wird mit dem Tod in das Bewusstsein eines DMT-Wesen zurückehren, aber modifiziert durch die Erfahrungen einer Lebenszeit in dieser Welt. Daher könnte ein DMT-Wesen aus diesem Leben erwachen und sich dort wiederfinden, wo es hergekommen ist, oder es könnte in eine höhere Welt gelangen, wenn seine Handlungen im irdischen Leben Verdienste erworben hat, oder es könnte sich, wenn seine Aktionen böse waren, an einen Ort der Vergeltung wiederfinden. {23}

 

Der Anthropologe Walter Evans-Wentz studierte im frühen 20. Jahrhundert keltische Mythologie und Folklore in Irland. 1911 publizierte er seine Ergebnisse in dem Buch The Fairy-Faith in Celtic Countries. In meinem Artikel von 1993 “Apparent Communication with Discarnate Entities” zitierte ich einen von Evans-Wentz's Informanten[15] und um diesem Vortrag zu beenden, werde ich dies noch einmal tun:

 

Ich glaube, dass wir, in welchem Land wir auch sein mögen, für immer in der spirituellen Welt eingetaucht sind; aber die meisten von uns können sie nicht wahrnehmen, bedingt durch die unkultivierte Natur unserer physischen Körper. Durch Meditation und psychisches Training kann man dahin kommen, die spirituelle Welt und ihre Wesen zu sehen. Im Tod gehen wir in die spirituelle Welt über und wir kommen zurück in diese Welt, wenn wir geboren werden; und wir setzen unsere Inkarnationen fort, bis wir alle irdischen Wünsche und sterblichen Gelüste überwunden haben. Danach ist das höhere Leben für unser Bewusstsein offen und wir hören auf menschlich zu sein; wir werden zu göttlichen Wesen.

 

Ich danke Ihnen dafür, dass Sie diesem Vortrag geduldig zugehört haben und wünsche Ihnen alles Gute auf Ihrer andauernden spirituellen Reise.

 


Zusatzbemerkungen

{1} In seiner vernichtenden Kritik des Physikalismus “Consciousness: Why Materialism Fails”[17], definiert Larry Dossey Physikalismus als:

die Lehrmeinung, dass die reale Welt einfach die physikalische Welt ist. Ein enger Verwandter ist der Materialismus, der Glaube, dass nichts außer Materie, ihrer Bewegungen und ihrer Veränderungen existiert, und auch die Lehre, dass Bewusstsein und Wille ganz und gar auf materiellen Wirkungen beruhen. Diese beiden Begriffe werden oft untereinander ausgetauscht.

Anzumerken ist, dass Dossey den Physikalismus und den Materialismus als “Lehrmeinung” und als “Glaube” betrachtet, d.h. als etwas das gelehrt und geglaubt wird. Obwohl der Physikalismus unter den Wissenschaftlern als orthodoxe Betrachtungsweise gilt, ist er nicht wissenschaftlich, da er nicht auf Beobachtung, Experimentieren oder Vernunft basiert – er ist einfach eine Behauptung, dessen dogmatische Aussagen auf Überlegungen beruhen, die sich von der wissenschaftlichen Suche nach Wahrheit unterscheiden.

 

{2} Dossey op.cit. zitiert vierzehn führende Wissenschaftler, die bestätigen, dass wir keine Vorstellung haben, wie das Gehirn Bewusstsein erzeugen kann, darunter die folgenden:

Wir können zugegebenermaßen nichts in der Physik oder Chemie finden, das auch nur im Entferntestens in Richtung Bewusstsein zeigt. (Physiker Niels Bohr, [18])

 

Es wird immer völlig unmöglich sein, die Bewusstheit auf der Basis neuronaler Aktionen innerhalb des Gehirns zu erklären. … Obwohl der Inhalt des Bewusstseins in großem Umfang von neuronaler Aktivität abhängt, Wahrnehmung selbst aber nicht ... (Neurochirurg Wilder Penfield, [19])

 

Wir haben keine klare Vorstellung davon, wie elektrische Entladungen, die in den Nervenzellen unseres Gehirns stattfinden, mit unseren Gefühlen und Wünschen und Aktionen verbunden sind. (Physiker Freeman J. Dyson, [20])

 

Wir haben gegenwärtig nicht die vageste Idee, wie die physiochemischen Prozesse [die sich im Gehirn ereignen] mit dem Zustand unseres Bewusstseins zusammenhängen. (Physiker Eugene P. Wigner, [21])

 

Niemand hat die geringste Ahnung, wie irgendetwas materialistisch bewusst sein könnte. Niemand kann auch nur wissen, wie es sein würde, wenn man die geringste Idee darüber hätte, wie irgendetwas materialistisch bewusst sein könnte. (Philosoph Jerry A. Fodor, [22] )

 

{3} Dossey zitiert den Neurophysiologen Sir John Eccles, der sagt, dass “Promissory Materialism” (d.h. die materialistische Lehre, die von dem Versprechen begleitet wird, das Neurowissenschaftler bald in der Lage sein werden, eine vollständige physikalische Erklärung des Bewusstseins zu geben)

ein Aberglauben ohne ein rationales Fundament ist. “Promissory Materialism” ist einfach ein religiöser Glaube, der von dogmatischen Materialisten aufrechterhalten wird ... die ihre Religion mit ihrer Wissenschaft verwechseln. Dies hat alle Merkmale einer messianischen Prophezeiung ..." [23]

{4} Dossey bemerkt in [24] dass

Viele physikalistische Skeptiker die Idee eines Überlebens des körperlichen Todes als so gefährlich erachten, dass sie um jeden Preis unterdrückt werden muss. Dieses Bestreben wandelt sich zu einer vorsätzliche Verschleierung, was sich als ein Bemühen ausgibt, Wissenschaft zu schützen.

{5} Terence McKenna's eloquente Vorträge (oft grenzwertig hypnotisierend) in Berkeley, Kalifornien, enthüllten öffentlich zum ersten Mal, dass es eine alternative Realität gibt, in der es von körperlosen intelligenten Wesen nur so wimmelt und dass man Zugang zu dieser anderen Realität durch den einfachen Akt des Rauchens von DMT erhalten kann. Er sprach nicht nur über tryptaminische Psychedelika, sondern auch von der Evolution der menschlichen Spezies und der bösartigen Präsenz einer dominierenden Elite in der modernen Gesellschaft. Seine Gedanken sind in mehreren Büchern enthalten, aber es ist besser, die Audiokassetten seiner Vorträge zu hören, wovon viele immer noch bei “Sound Photosynthesis” erhältlich sind.[25]

{6} Diese Antworten sind implizit Teil der Erziehung, die Kinder und Jugendliche im Westen während ihrer Schulzeit erhalten, und Menschen, deren Verstand durch ihre Schulbildung konditioniert wurde, könnten diese Antworten als zufriedenstellend erachten, sofern sie überhaupt darüber nachdenken. Aber Andere, die darüber nachgedacht haben oder die vielmehr religiöser als säkularer Indoktrination unterworfen waren, könnten diese Antworten als weniger zufriedenstellend empfinden, hauptsächlich weil eine Konsequenz der physikalistischen Weltsicht ist, dass jede Person nichts mehr als ein Tier ist, dessen Werte illusorisch sind, dessen Ziele als bloße Fantasien sind, dessen Entscheidungen inkonsequent sind, dessen Leben im Grundsatz bedeutungslos ist und dessen Bewusstsein mit dem Tod ausgelöscht wird.

{7} In Bezug auf das Wort “Seele” sehen Sie die folgende Anmerkung.

{8} Einigen Lesern könnten der Gebrauch des Wortes “Seele” missfallen und Seele als einen theologisch belasteten Term betrachten, der eng mit der christlichen Religion assoziiert ist, die in unseren Tagen von vielen Menschen Geringschätzung erfährt. Aber seine Verwendung ist gerechtfertigt, vorausgesetzt das Konzept der Seele wird mit dem Konzept eines singulären Bewusstseins mit Selbstempfinden gleichgesetzt. . Wenn man lernen kann (falls notwendig) diesen Begriff nicht unnötigerweise mit religiösem Gepäck zu belasten (trotz der Tatsache, dass ich in diesem Aufsatz von Seelen im Sinnen vor Origenes spreche, d.h. als aus dem Primordialen Geist stammend – oder falls Sie es vorziehen – als erschaffen von “Gott” – christlich, neoplatonisch oder anders) dann ist es einfach ein zu nützlicher Begriff, um ihn abzulehnen. Und es besteht keine Notwendigkeit uns für seine Nähe zur Spiritualität (unterschieden von Religion) zu entschuldigen, da der metaphysische Rahmen, der in diesem Aufsatz vorgestellt wird, maßgeblich ein spiritueller ist, einer der die Bejahung einer spirituellen Welt liefert, die jenseits der materiellen Welt vorhanden ist.

{9} Man sollte sich Seelen nicht als völlig getrennte individuelle Bewusstseine vorstellen, da alle aus dem Urbewusstsein {21} (die erste Hypostasis der Primordialen Bewusstheit) hervorgehen und daher einen gemeinsamen Ursprung und eine gemeinsame Basis haben. Eine oft gebrauchte Analogie vergleicht dies mit Inseln im Meer, die alle durch den Seegrund verbunden sind. Die Welt, die für eine Seele erscheint, schließt die Erscheinungen der Körpers anderer Seelen ein und auch die Erscheinung des eigenen Körpers. All diese Erscheinungen (und alle Erscheinungen konstituieren die Welt, in der die Seele wohnt) werden durch eine Art von Logik (die in unserer Naturwelt als Gesetze der Physik bekannt sind) koordiniert und integriert, deren Ursprung die Urenergie {21} (und daher die Primordiale Bewusstheit) ist.

{10} Thomas Metzinger ist ein Philosoph, der Physikalismus befürwortet, aber in einer wesentlich intelligenteren Weise als ein Physikalist wie Daniel Dennett. Metzinger's Der Ego-Tunnel ist ein Buch, das wert ist gelesen zu werden, hauptsächlich wegen seiner Erklärung  des Konzepts über das Bauen einer Welt. Jedoch hält er keinen Abstand zur Befürwortung der lächerlichen Behauptung, dass Träume das Produkt des zufälligen Feuerns der Neuronen sind, während wir schlafen, grundsätzlich bedeutungslos, trotz der Tatsache, dass er mehrere eigene Träume wiedergibt, die so bizzar (oder kunstvoll) sind, dass sie niemals durch zufälliges Feuern der Neuronen erzeugt sein können. Eine Theorie der Träume als Erfahrungen, die einen Prozess der Formation des Langzeitgedächtnisses begleiten, findet sich bei Eric Wargo [27].

{11} Dieser Sachverhalt wird von Eric Wargo [28] ganz gut dargestellt, der einen politischen Konflikt vorherseht

zwischen denjenigen, die vorbereitet sind menschenähnliches Empfindungsvermögen Computern zuzugestehen, die intelligent handeln, und denjenigen die … dagegen sind solche Zuordnungen zu machen. … Für fundamentalistische Humanisten [d.h. solche, die an die Vorrangstellung der subjektiven Erfahrung glauben] wird es vorkommen, als ob das Schicksal der Menschheit auf dem Spiel steht ... und in der Folge die Menschen den gefühllosen Maschinen Status, Rechte und Autorität freiwillig abgeben und in Erweiterung den Schöpfern dieser Maschinen. Ist es möglich von einer Maschine ersetzt, zerstört oder versklavt zu werden, die nicht als etwas wahrgenommen wird, das tatsächlich eine “Seele” hat? Ich vermute der Impuls sich diesen Attributen zu widersetzen wird eine große Hilfe sein, uns vor einer schrecklichen Zukunft zu schützen, in der eine hochnäsige Technologie involviert ist ... Während alle anderen auf die Maschinen fokussiert sind und auf das was sie tun (oder nicht tun) können, werden die Fundamentalisten erkennen, dass es die Erbauer und Meister der Maschinen sind … die die wirkliche Bedrohung für unsere Freiheit und unsere Zukunft sind.

 

{12} Es gibt Variationen der mystischen Erfahrung. Meister Eckhart's Erfahrung von “der Gottheit” ist eine davon, sie ist jenseits von Gott und entleert von jedem Objekt (er vergleicht dies mit einer Wüste). Es gibt auch das, was Naturmystizismus genannt wird. Doris Lessing beschreibt solch eine Erfahrung in ihrem Roman Martha Quest. Die 16 Jahre alte Martha ist auf einer Wanderung entlang einer isolierten Straße in der südafrikanischen Landschaft …

 

The bush lay quiet about her ...and she stood quite still, waiting for the moment, which was now inevitable. ... Suddenly the feeling deepened, and as it did so she knew she had forgotten, as always, that what she had been waiting for like a revelation, was a pain, not a happiness; what she remembered, always, was the exultation and the achievement, what she forgot was this difficult birth into a state of mind which words like ecstasy, illumination, and so on could not describe, because they suggest joy. ... There was certainly a definite point at which the thing began. It was not; then it was suddenly inescapable ... There was a slow integration, during which she, and the little animals, and the moving grasses, and the sunwarmed trees, and the slopes of shivering silvery mealies [maize plants], and the great dome of blue light overhead, and the stones of earth under her feet, became one, shuddering together in a dissolution of dancing atoms. She felt the rivers under the ground forcing themselves painfully along her veins, swelling them out in an unbearable pressure; her flesh was the earth, and suffered growth like a ferment, and her eyes stared, fixed like the eye of the sun. ... Not for one second longer (if the terms for time apply) could she have borne it; but then ... the whole process stopped; and that was 'the moment' which it was impossible to remember afterwards. For during that space of time (which was timeless) she understood quite finally her smallness, the unimportance of humanity. ... What was demanded of her was that she should accept something quite different; it was as if something new was demanding conception, with her flesh as host; as if it were a necessity, which she must bring herself to accept, that she should allow herself to dissolve and be formed by that necessity. But it did not last; the force desisted, and left her standing on the road, already trying to reach out after 'the moment' so that she might retain its message from the wasting and creating chaos of darkness. ... There had been a challenge that she had refused. There had been no ecstasy, only difficult knowledge.

 

Kurzzeitig transzendierte Martha ihr alltägliches Bewusstsein und wurde Teil eines größeren Selbstbewusstseins, mit Bewusstheit von dem Teil der Naturwelt, in der sie existiert – die Tiere, die Gräser, die Bäume, der Himmel und die Sonne. Warum nicht auch ein noch größeres Bewusstsein, vielleicht das der Erde selbst (Gaia)? Möglicherweise sogar der gesamten Naturwelt. Wie Spinoza sagte, Natur und Gott sind nicht unterscheidbar.

 

Was die Geschichte des Mystizismus betrifft, siehe [29].

{13} Oder genauer, Raum und Zeit sind nicht selbst Erscheinungen, sondern untrennbar von Erscheinungen von einer Welt und haben keine Existenz außer als untrennbar von solchen Erscheinungen für bewusste Wesen.In seiner Kritik der Reinen Vernunft (A24/B38-9) sagt Kant:

Der Raum ist eine notwendige Vorstellung a priori, die allen äußeren Anschauungen zum Grunde liegt. ... Er wird also als die Bedingung der Möglichkeit der Erscheinungen, und nicht als eine von ihnen abhängende Bestimmung angesehen, und ist eine Vorstellung a priori, die notwendigerweise äußeren Erscheinungen zum Grunde liegt.

Zeit, wie Raum, ist ein unverzichtbarer Teil unserer Erfahrung der physikalischen Welt. Anzunehmen, dass es eine Zeit oder einen Raum geben könnte, der nicht Teil der Erfahrung eines bewussten Wesens ist, bedeutet die mögliche Existenz von etwas zu behaupten, dessen Existenz niemals gewusst werden kann.

 

{14} Vertreter der Lehren Plotins stimmen generell überein, dass die Hautkomponenten der göttlichen Triade als “Das Eine” bezeichnet wird, aber sie machen Unterschiede wie die beiden anderen Komponenten (Hypostasen) genannt werden. Die erste Hypostasis wird verschiedentlich als Demiurg (laut Plato), Intellekt, Intelligenz, Nous oder das Gute bezeichnet. Daraus geht die zweite Hypostasis hervor, gewöhnlich Seele oder Weltseele genannt. Das Nous ist intellektueller Natur (es enthält die Archetypen für alles was möglich ist), während die Weltseele mit Manifestation verbunden ist – mit der phänomenalen Welt (oder Welten) – mit dem, was den bewussten Wesen (oder Seelen) erscheinen kann. In der christlichen Lehre wird der Begriff Logos (er stammt von Heraklit und erhielt später prominente Bedeutung durch Philon von Alexandria und durch den Evangelisten Johannes) oft mit der zweiten Person der christlichen Trinität (Christus) identifiziert und entspricht daher dem Nous.

 

Manche Menschen im Westen, die der “Religion” ausweichen, aber von “Spiritualität” angezogen werden, könnten ein gewisses Unbehagen empfingen, wenn es um die Frage geht, ob sie “an Gott glauben”, da das Wort “Gott” im Westen normalerweise als der christliche Gott des Neuen Testaments verstanden wird (der nicht der Gott des Alten Testaments ist, dessen eifersüchtige, zornige und rachsüchtige Persönlichkeit völlig im Gegensatz zu der des "Vaters" steht, von dem Jesus gemäss Überlieferung durch die Apostel spricht). Entsprechend dem Christentum (wie im Konzil von Nicaea[33] definiert) hat Gott “den Herrn Jesus Christus, [Seinen] einziggeborenen Sohn gesendet … der vom Himmel gekommen ist, um uns Menschen zu erlösen…” Dies ist kein Teil der neoplatonischen Lehre (ganz zu schweigen von den Geschichten über “Adam und Eva” und – schlimmer – der “Erbsünde”).

Daher ist der “Gott” des Neoplatonismus nicht der “Gott” der Christenheit (obwohl Origenes versucht hat, beide zusammenzubringen). Der Gott des Neoplatonismus ist das Gute, oder vielmehr die Quelle aller Gütigkeit. Er ist auch die Quelle aller Wahrheit und Schönheit. Daher kann jemand, dessen spirituelle Sicht mehr mit dem Neoplatonismus als mit dem Christentum verwandt ist, an Stelle “Ich glaube an Gott” sagen “Ich glaube an die Quelle alles Guten, die Quelle aller Wahrheit und die Quelle aller Schönheit; das Gute, das Wahre und das Schöne sind mein Gott, und kein anderer.”

Natürlich können Christen auch sagen (und einige tun es), dass sie an die Quelle aller Schönheit, Wahrheit und des Guten glauben, aber dieser Glaube ist mit vielen anderen Vorstellungen über die Erlösung durch den Glauben an Jesus Christus als Erlöser von unseren Sünden verknüpft, eine Lehre die man im Neoplatonismus nicht findet (bzw. die dort nicht implizit vorhanden ist).

{15} Scharfsinnige Leser, die mit der westliche Philosophie vertraut sind, werden die Ähnlichkeit dieser Sichtweise mit dem Immaterialismus des Bischof Berkeley bemerken. Es gibt nicht so etwas wie Materie, weil das, was uns als materielle Objekte erscheint einfach Erscheinungen sind, d.h. Erscheinungen in der Wahrnehmung eines bewussten Wesens.

{16} Einige Interpretationen der Lehren von Origenes scheinen aus einer Projektion auf seine Lehren der Dogmata über Sünde und Gnade zu beruhen. Sie wurden als Ergebnis mehrerer Kirchenkonzile verkündet, die mehrere hundert Jahre nach seiner Zeit stattgefunden haben. Einige Interpreten, beeinflusst durch eine christliche Erziehung, betrachten (a) den Fall der Seelen weg von Gott beding durch “Sünde”, (b) ihr Einkleiden in einen Körper als Strafe und auch als (Neu)Erziehung und (c) ihre Rückkehr zu Gott als nur durch göttliche Gnade möglich.

{17} Da wir normalerweise denken, dass der Fötus ein Objekt in Raum und Zeit ist, neigen wir zur Ansicht, dass sich dieser Übergang von Bewusstsein in Raum und Zeit ereignet. Aber das ist nicht so, weil Bewusstsein selbst nicht im gewöhnlichen Raum und in der Zeit vorhanden ist. Jüngste Forschungen haben die Realität von Hellsehen, Präkognition und Psychokinesis nachgewiesen und gezeigt, dass diese Phänomene Nichtlokalität zeigen, d.h

sie sind nicht vermittelt worden (kein verknüpfendes Signal ist beteiligt), sie erscheinen nicht abgeschwächt (die Stärke ihrer Korrelationen wird mit zunehmender Entfernung nicht verringert), und sie sind ohne Verzögerung (sie ereignen sich instantan). ... Es gibt zwingende wissenschaftliche, historische und experimentelle Gründe zu glauben, dass sich Bewusstsein in Raum und Zeit nichtlokal verhält – d.h. es ist räumlich nicht eingeschränkt auf Gehirne und Körper, und zeitlich nicht auf die Gegenwart. Diese Hinweise lassen vermuten, dass Raum und Zeit nicht einfach auf Operationen des Bewusstseins angewendet werden können. Diese überwältigenden Belege deuten darauf hin, dass Bewusstsein sowohl transräumlich als auch transtemporal ist, dass es nicht in Raum und Zeit ist. (Dossey, [26])

 

Daher ist der Übergang des Bewusstseins eines DMT-Wesens in das Bewusstsein eines Fötus etwas, das sich nicht (wie wir annehmen könnten) in Raum und Zeit ereignet, sondern in irgendeiner Weise außerhalb des Raums und der Zeit, so wie wir sie uns gewöhnlich vorstellen. Wie sich das ereignet ist gegenwärtig ein Rätsel und beruht auf unserer Ignoranz hinsichtlich dessen, was gewöhnlicher und nicht gewöhnlicher Raum und gewöhnliche und nicht gewöhnliche Zeit sind. Wahrscheinlich wird unsere Ignoranz beseitigt, wenn wir dieses Thema mit den DMT-Wesen selbst diskutieren können. Diese Möglichkeit könnte sich in naher Zukunft realisieren.

 

{18} Dieser Prozess der Wiederherstellung und Wiedervereinigung aller Seelen mit Gott ist als Apokatastasis bekannt, eines der wichtigsten Konzepte der Lehren von Origenes. Da für jede Seele mehr als ein körperliches Leben benötigt wird, lehrte Origenes, dass diese Seelen mehrere Mal inkarnieren. Diese Doktrin der Reinkarnation ist nicht konsistent mit dem was Paulus von Tarsus behauptet (in seinen Briefen, die im Neuen Testament wiedergegeben wurden), nämlich dass der Körper nach dem Tod irgendwie erhalten wird bis er, am Ende der Welt, durch die Seele (die sich in der Zwischenzeit vermutlich in einem spirituellen Reich aufhält) wieder erweckt und (irgendwie) reanimiert wird, vor einem himmlischen Urteil.

Wegen fehlender Übereinstimmung mit der paulinischen Sichtweise wurde Origenes  auf dem Zweiten Konzil von Konstantinopel Mitte des 5. Jahrhunderts zusammen mit seinen Lehren verdammt, was für immer zu einer Verarmung der christlichen Lehre (sowohl katholisch als auch orthodox) geführt hat.

{19} Die Primordiale Bewusstheit ist reine Bewusstheit ohne dass irgendetwas wahrgenommen wird, nicht einmal sich selbst (siehe [30]). Sie hat zwei Hypostasen, eine persönlich und eine unpersönliche. Aus der Primordialen Bewusstheit gehen hervor: (a) das persönliche Urbewusstsein (Universelles, Kosmisches oder Christusbewusstsein) und (b) die unpersönliche Urenergie (Universelle oder Kosmische Energie). Das Urbewusstsein ist charakterisiert durch Selbstbewusstsein, Intelligenz, Wissen, Liebe, Mitgefühl und Weisheit (und ist faktisch die fundamentale Quelle all dieser Eigenschaften). Alle Formen von Bewusstsein, was etwas anderes als das Urbewusstsein ist (d.h. alle Seelen), sind Beschränkungen des Urbewusstseins und daher essentiell identisch mit der Primordialen Bewusstheit. Die Urenergie (die, wenn auch undeutlich, in der modernen Physik indirekt durch das Konzept der Energie erkannt wird) ist das, was Kohärenz und Konsistenz für dasjenige liefert, was für die Seelen als extern zu sich selbst erscheint und was sich für die Menschen (auch für alle Tiere) als Naturwelt oder Natur manifestiert. Da die Urenergie eine Hypostase der Primordialen Bewusstheit ist, besitzt sie auch Wahrnehmung, aber nicht in der gleichen Weise (Selbstwahrnehmung) wie das Urbewusstsein. Die beiden Hypostasen könnten auch mit purusha und prakriti im Hindu Samkhya, oder mit yin and yang im Taoismus, oder prajna und upaya im Buddhismus verglichen werden.

{20} Kein Mitglied der Göttlichen Triade – Primordiale Bewusstheit, Urbewusstsein und Urenergie – existieren in irgendeinem Raum oder einer Zeit. Die Primordiale Bewusstheit besitzt keine Wahrnehmung von irgendeinem besonderen Objekt (siehe [31]) und ist daher ohne Wahrnehmung von irgendeinem Raum oder irgendeiner Zeit. Das Konzept eines räumlichen oder zeitlichen Bewusstseins ist für uns nur durch die Qualitäten unserer eigenen Erfahrung verfügbar und kann nicht dem Urbewusstsein zugeordnet werden. Und die Urenergie ist das, was räumliche und zeitliche Qualitäten unserer Erfahrung möglich macht und ist daher jenseits von Raum und Zeit. Es gibt keinen Raum und keine Zeit als den Raum und die Zeit von einer Welt, und eine Welt ist die Gesamtheit der Erscheinungen für eine Gemeinschaft von Seelen. Raum und Zeit sind daher Erscheinungen und haben keine Existenz außer als Erscheinungen für bewusste Wesen. {13}

Vierdimensionale Raumzeit, zuerst von Minkowski vorgeschlagen und von Einstein in seiner Speziellen Relativitätstheorie verwendet, existiert nur als mathematische Konstruktion, die Physiker und Astronomen befähigt die physikalische Welt genau zu beschreiben (besser als der 3-D-Raum und die 1-D-Zeit , die in der Newtonschen Mechanik verwendet werden). Auf diese Weise können sie sehr genaue Vorhersagen (bestätigt durch Beobachtung) machen. Ihre Nützlichkeit impliziert nicht, dass sie als etwas in sich selbst existieren, das jenseits der Erscheinungen ist.

{21} Bezüglich des Urbewusstseins und die Urenergie siehe {19}.

{22} Die Charakterisierung von Origenes der Seelen als rationale Wesen (logika) scheint anzudeuten, dass Tiere keine Seelen besitzen. Jedoch ist es für jedermann offensichtlich, der sich die Mühe macht Tiere genau zu beobachten, dass sie (zumindest Katzen, Hunde, Kaninchen, Schafe, Kühe und andere Säugetiere) bewusst sind. Sie nehmen ihre Umgebung wahr und auch andere Tiere und sie haben Gefühle (wie Schmerz). Es verträgt sich mit der Lehre von Origenes über die Schöpfung der Seelen, wenn man festhält, dass alle bewusste Wesen, Tiere eingeschlossen, Seelen sind, die von Gott erschaffen wurden (oder, wenn man es vorzieht, Wesen, die wie Menschen, beschränkte Exemplifizierungen des Urbewusstseins sind). Tiere sollten daher als Personen aufgefasst werden, mit denselben Rechten, wie wir sie den Menschen zusprechen, einschließlich des Rechts nicht zum Vorteil von anderen ausgebeutet zu werden.

{23} In Magicians of the Gods[34] erwähnt Graham Hancock kurz das ägyptische Konzept des Ka und beschreibt es als “das 'Doppel', die astrale oder spirituelle Essenz einer Person oder eines Gegenstands. Es existierte mit dem menschlichen Wesen während seines oder ihres sterblichen Lebens, war aber die 'übergeordnete Macht im Reich jenseits des Grabes.' Tatsächlich bedeutete in der altägyptischen Sprache der Begriff für Tod 'Zu seinem Ka gehen ...”

Hancock zitiert Margaret Bunson[35]:

Der Ka trat vor dessen menschlichem Wirtin die Ewigkeit ein, nachdem er seine Funktion geleistet hatte, an der Seite des Menschen an Güte, Stille, Ehre und Barmherzigkeit zu gemahnen. Während des Lebens des Menschen, war der Ka das Gewissen, der Wächter, der Führer. Nach dem Tod, wurde der Ka schliesslich allwaltend ...
Ist der Ka die DMT-Wesenheit die zum Menschen wird? Standard-Interpretationen schildern eine Person und deren Ka als getrennte Wesen; aber können diese als verschieden betrachtet werden, nur weil der Ka die Seele der Person ist, die schon vorher in der DMT-Welt existierte und die Person der Ka ist, der in unsere natürliche Welt inkarniert wurde?


Referenzen

[1] Peter Meyer, “Apparent Communication with Discarnate Entities Induced by Dimethyltryptamine”, Psychedelic Monographs and Essays, Band 6, 1993 www.serendipity.li/dmt/dmtart00.html

[2] Peter Meyer, “An Essay in the Philosophy of Social Science” www.hermetic.ch/compsci/pss1.htm

[3] Erwin Schrödinger, zitiert in Walter Moore, A Life of Erwin Schrödinger, Cambridge U.P., 1994, p181.

[4] Internet Encyclopedia of Philosophy, www.iep.utm.edu/origen-of-alexandria/#SH3b

[5] De principiis (On First Principles), [2.2.2], www.newadvent.org/fathers/04122.htm

[6] Meyer, “Apparent Communication”, www.serendipity.li/dmt/dmtart07.html

[7] Meyer, op.cit., www.serendipity.li/dmt/dmtart10.html

[8] Andrew Gallimore, “Building Alien Worlds”, Journal of Scientific Exploration, 2013. the-nexian.me/home/research/41-building-alien-worlds-the-neuropsychological-and-evolutionary-implications-of-the-astonishing-psychoactive-effects-of-n-n-dimethyltryptamine-dmt Er ist auch auf einer CD-Rom verfügbar, die ich im Zusammenhang mit der TimeWaveZero-Theorie von Terence McKenna veröffentlicht habe. www.fractal-timewave.com/articles.php

[9] Thomas Metzinger, The Ego Tunnel — The Science of the Mind and the Myth of the Self, Basic Books, 2009 (Deutsche Fassung: Der Ego Tunnel — Eine neue Philosophie des Selbst, Berlin Verlag 2009)

[10] Gallimore, “Building Alien Worlds”

[11] Andrew Gallimore, “DMT and the Topology of Reality” www.buildingalienworlds.com/uploads/5/7/9/9/57999785/andrew_gallimore_psypressaug2014.pdf

[12] Dr Arnold Scheibel, “Embryological Development of the Human Brain” education.jhu.edu/PD/newhorizons/Neurosciences/articles/Embryological%20Development%20of%20the%20Human%20Brain/index.html

[13] Metzinger, op.cit. , Seite 27.

[14] Andrew Gallimore, “DMT and the Topology of Reality”

[15] Meyer, op.cit., www.serendipity.li/dmt/dmtart10.html

[16] “340 DMT Trip Reports, attesting to contact with apparently independently-existing intelligent entities within what seems to be an alternate reality” www.serendipity.li/dmt/340_dmt_trip_reports.htm  Fünfzehn dieser Bericht waren auch in einer Menge von 187 Berichten über DMT-Trips, die unabhängig von Erowid, wiedergegeben wurden. Die meisten Zielpersonen in Rick Strassmans Studie von 1990 über Verabreichung von DMT berichten von Kontakten mit fremden Wesen, was in seinem Buch DMT: The Spirit Molecule beschrieben wird.

[17] Larry Dossey, “Consciousness: Why Materialism Fails” www.opensciences.org/blogs/open-sciences-blog/232-consciousness-why-materialism-fails Die fünf Referenzen, die folgen, sind aus seinem Artikel.

[18] Zitiert in Heisenberg W., Physics and Beyond (A.J. Pomerans, trans.), Harper and Row, 1971, Seiten 88-91.

[19] Penfield W., The Mystery of the Mind: A Critical Study of Consciousness and the Human Brain, Princeton U.P., 1975, Seiten 79-81.

[20] Dyson F., “How we know”, The New York Review of Books, March 10, 2011, Seiten 8-12.

[21] Wigner E.P., “Are We Machines?”, Proceedings of the American Philosophical Society, Vol. 113, No. 2 (Apr. 17, 1969), Seiten 95-101.

[22] Fodor J., “The big idea: Can there be a science of mind?”, Times Literary Supplement, July 3, 1992, Seiten.5-7.

[23] Eccles J, Robinson DN, The Wonder of Being Human, Shambhala, 1985, Seite 36.

[24] Dossey, op.cit.

[25] Sound Photosynthesis Kassetten und Videos bei www.soundphotosynthesis.com/Terence_Mckenna.html

[26] Dossey, op.cit., wo Hinweise auf die neusten Forschungen gegeben werden, die die Nichtlokalität von Bewusstsein demonstrieren.

[27] Eric Wargo, “Dreams and the Art of Memory: A New Hypothesis About Dream Bizarreness” thenightshirt.com/?page_id=184

[28] Eric Wargo, “Mysterianism and the Question of Machine Sentience” thenightshirt.com/?p=1565

[29] Peter Bindon, FRC, "Mysticism in the Evolution of Cultures", in Neoplatonism (Rosicrucian Digest, Vol. 90, No. 1), 2012.

[30] Nisargadatta's Difference Between Consciousness & Awareness  (Archiviert hier.)

[31] The Philosophy of Consciousness Without an Object

[32] The Tyringham Institute

[33] The Nicene Creed

[34] Graham Hancock, Magicians of the Gods: The Forgotten Wisdom of Earth's Lost Civilization, St. Martin's Press, 2015, p.175

[35] Margaret Bunson, The Encyclopedia of Ancient Egypt, Facts on File, New York, Oxford, 1991, p.130

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